St.-Paulus-Dom | Größte Kirche Westfalens Der Rundgang beginnt auf dem weitläufigen Domplatz, Keimzelle und Mittelpunkt der Stadt. Hier baute der friesische Missionar Liudger 793 ein KlosterAuf dem Bild der romanische St.-Paulus-Dom von 1264, die größte Kirche Westfalens. Später erhielt die Kathedrale die spätgotischen Fassaden der Querschiffe und den barocken Kapellenkranz des Ostchors. |
Astronomische Uhr von 1542 Im Westquerhaus des Doms befindet sich das Paradies (Vorhalle). Ein großes Figurenportal aus der Stauferzeit beherrscht es. Im monumentalen Dominneren sind von dem reichen Schmuck besonders zu beachten: die unübersehbar mächtige Christopherus-Figur mit dem echten Baum in der Hand, von den Grabmälern, Statuen und Epitaphen das Prunkgrabmal des Fürstbischofs Christoph Bernhard von Galen (+ 1678) und die schlichte, aber eindrucksvolle Grabkapelle für den mutigen münsterschen Bischof während der nationalsozialistischen Herrschaft, Clemens August Kardinal von Galen (+ 1946). Sehenswert vor allem die astronomische Uhr von 1542 mit dem täglichen Figurenumgang mittags um 12 Uhr. Die Domkammer hinter dem Kreuzgang mit dem Domherrenfriedhof birgt einen reichen Schatz. | ![]() Astronomische Uhr |
![]() Überwasserkirche | Gegenüber dem doppeltürmigen Westwerk des Doms das Bischöfliche Palais und eine "Doppelkurie", Wohnstatt von zwei Angehörigen des Domkapitels. Zwischen den beiden Gebäuden erhebt sich im Hintergrund die Überwasserkirche, eine große gotische Hallenkirche mit ihrem charakteristischen helmlosen "westfälischen" Turm. Wendet man sich nun um zur Südwestecke des Platzes, so sieht man das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, das bedeutendste Westfalens, mit umfangreichen Sammlungen vom frühen Mitelalter bis zur stark vertretenen Moderne. |
Türmer und Wiedertäuferkäfige Die Stadt- und Marktkirche der Bürger, St. Lamberti, ist der schönste spätgotische Sakralbau Westfalens. In der dreischiffigen Hallenkirche hielt Bischof von Galen die wichtigsten Predigten gegen die Nationalsozialisten. Ein Türmer bläst noch heute abends zwischen 21 und 24 Uhr die Stunde von der Balustrade. Darunter hängen die drei Eisenkäfige, in denen 1536 die Leichen der Wiedertäufer-Anführer zur Schau gestellt wurden. | ![]() Wiedertäuferkäfige |
![]() Stadtbücherei | Weltweit beachtete Moderne Futuristisch wird gern die benachbarte Stadtbücherei genannt, als Geschenk der Bürger an sich selbst zur 1200-Jahr-Feier der Stadt 1993 eröffnet. Die internationale Architekturkritik lobte das Bauwerk weltweit. Seine beiden Teile sind durch eine Brücke miteinander verbunden. Die Gasse zwischen ihnen läuft auf die Lambertikirche zu. |
| Mit der Hanse gepflastert Vom Lamberti-Kirchplatz biegt man rechts in eine Fußgängerzone ein, deren Natursteinpflaster an ihre Historie erinnert: die mittelalterliche Salzstraße. In den Boden eingelegt sind mit Messing umringte Steine aus allen Hansestädten bis hinaus zum Baltikum, die an Münsters Bedeutung als Hansemitglied erinnern. | ![]() Salzstraße |
![]() Dominikanerkirche | Eintritt in die "Barockinsel" Inmitten des Trubels der großstädtischen Geschäftsstraße gelangt man zur "Barockinsel" der Stadt. Zunächst zur linken Hand die Dominikanerkirche aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, ein Barockbau, der mit ausgezierter Sandsteinfassade, hoher Kuppel und Chortürmen von französischer Architektur beeinflußt ist. Vom Kloster ließ sich nach den Zerstörungen im letzten Krieg nur noch ein einsam aufstehender Giebel restaurieren. Gegenüber der gelungene Bau eines modernen, sich aber mit seinen roten Ziegeln einpassenden Großkaufhauses. |
| Meisterwerk von Johann Conrad Schlaun Bald zur rechten begegnet Ihnen der große Baumeister J. C. Schlaun mit seinem Meisterwerk, dem Erbdrostenhof von 1757. Das Stadtpalais der Erbdrosten, der Drosten zu Vischering, steht in seiner barocken Pracht diagonal mit vorschwingenden Seitenflügeln an einer Straßenecke. Den Vorhof umschließen schwungvoll Mauer und Gitter mit einem repräsentativen Portal. | ![]() Erbdrostenhof |
![]() Promenade | Promenade Wo einst eine doppelte Umwehrung mit Mauern, Gräben und Schanzen stand, legt sich seit Ende des 18. Jahrhunderts ein Grüngürtel mit einer vierreihigen Lindenallee um den Stadtkern, die historische Promenade. Sie dient heute Fahrradfahrern und Fußgängern als autofreier Highway der Fahrradmetropole Münster. |
| Jubilierendes Rokoko im Rundbau Wenig weiter in Richtung Stadtmitte ein Barock-Kleinod von J. C. Schlaun, die Clemenskirche von 1753, ein Rundbau mit Kuppel und Laterne. Im Inneren überraschen die großen Altarbilder und die ausgemalte Decke mit der dem Rokoko eigenen jubilierenden Farbenfreude und der damit verbundenen überreichen Zier. | ![]() Clemenskirche |
![]() Barockgarten | Ruhezone Barockgarten Der Clemenskirche schließt sich ein kleiner Barockgarten an, Ruhepunkt inmitten eines lebendigen Großstadtzentrums. Dies präsentiert sich in den beiden unmittelbar benachbarten Warenhäusern und den Fachgeschäften, denn am Ende der Klemensstraße erreichen wir den Prinzipalmarkt. |
| Einkaufsmeile mit Mittelalter-Flair Die einzigartige mittelalterliche Platzanlage ist mehr als eine der bekannten deutschen Einkaufsmeilen. Fachgeschäfte unter den charakteristischen Bögen der Giebelhäuser haben ein überregionales Einzugsgebiet. Bezeichnet wurde der Prinzipalmarkt einmal als "der schönste Freilichtsaal", den es gebe, die Münsteraner nennen ihn ihre "Gute Stube". | ![]() Prinzipalmarkt |
![]() Friedenssaal | Schöne Stätte der Weltgeschichte Aus der Reihe der Bürgerhäuser mit ihren unterschiedlichen Giebeln erhebt sich gegenüber dem Zugang zum Domplatz das schönste gotische Rathaus Deutschlands. Sein Giebel erhielt um 1370 diese Form. Öffentlich zugänglich ist in dem Gebäude ein historischer Ort von weltgeschichtlichem Rang, der Friedenssaal. Hier wurde bis 1648 fünf Jahre lang der Westfälische Friede vorbereitet und die Souveränität der Niederlande beschworen. Neben dem Rathaus erhebt sich das Stadtweinhaus von 1615 mit seinem Renaissancegiebel und dem Balkon, dem Sentenzbogen. |
| Toleranz durch Dialog Der Rathausinnenhof wird von einer schweren eisernen Skulptur zwischen den Fenstern des Friedenssaales und einem Ginkobaum bestimmt. Der Baske Eduardo Chillida, einer der bedeutendsten lebenden Bildhauer der Welt, hat sie in Form zweier, sich gegenüber stehender Bänke geschaffen. Inspiriert von den Verhandlungen um eine erste europäische Friedensordnung im 17. Jahrhundert, gab er seiner Arbeit den Namen "Toleranz durch Dialog" : Münster versteht sich heute als Stadt der Toleranz und des Friedens! (Aber auch als Stadt der modernen Skulpturen.) | ![]() Chillida-Skulptur |
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