- Laßt Ihr buntbemützten Scharen schallen
euren Festgesang, aus dem Liede der Scholaren töne
laut der Freiheit Klang! Singet deutscher Art zum
Preise drum ein rechtes Burschenlied, durch dess´
Wort und durch dess´ Weise frisch der Hauch
der Freiheit zieht.
- Singt zum Preise Eurer Farben, die der Schönheit
Glanz verklärt! Was die Neider dran verdarben,
nicht des Scheltens ist es wert. Unsre Farben, die
wir tragen, schmücken unsrer Ehre Schild. Sind
nach außen drum geschlagen, weil´s ihn
blank zu halten gilt.
- Greift die Freundschaft hoch zu preisen, in
die Saiten tief und voll, Freundschaft muß
die Losung heißen, wenn der Bund bestehen
soll. Deutsche Freundschaft sich bewähret,
sie ist treu bis in den Tod, und die Liebe sie verkläret,
wie den Fels das Abendrot.
- Auf das Auge zu den Sternen, auf den Blick zum
Himmelszelt, wo ein Gott in heil´gen Fernen
Eures Bundes Banner hält. Auf zum heil´gen
Fahneneide, hebt die Bruderhand und schwört,
daß dem Gott im Sternenkleide ewig Euer Herz
gehört!
- Tretet her, Ihr Musensöhne, an des Wissens
heil'gen Born; Schöpft das Gute, trinkt das
Schöne aus der Weisheit Wunderhorn. Bringt
der Schönheit Eure Liebe als ein reines Opfer
dar, legt des Herzens beste Triebe auf der Wahrheit
Hochaltar.
- Reicht die Hand Euch, Ihr vom Rheine, Ihr vom
Neckar, Ihr vom Main, Ihr vom schroffen Alpenstein,
ihr vom grünen Eichenhain. Euer Burschenwort
zum Pfande, laßt es schallen himmelwärts:
Unserm deutschen Vaterlande, unsre Hand und unser
Herz.
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