| 1844 | sieben Studierende gründen in Bonn Bavaria, die erste katholische deutsche Studentenverbindung, um "durch Belebung der katholischen Interessen dem fortschreitenden Indifferentismus Einhalt zu gebieten".
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| 1851 | Aus dem von Franz Lorenz Gerbl in München gegründeten "Katholischen Leseverein für Studierende" entsteht die Verbindung Aenania. Duellverbot, Katholizitätsprinzip und das Tragen von Farben werden nacheinander in die Statuten aufgenommen.
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| 1856 | In Breslau entsteht durch Bemühungen eines Aenanenphilisters aus einem 1856 gegründeten Leseverein die katholische Studentenverbindung Winfridia. Winfridia regt im gleichen Jahr an, daß die beiden Schwesterverbindungen freundschaftliche Beziehungen aufnehmen. Aenania akzeptiert das Angebot am 6. 12. 1856. Von daher gilt dieses Datum als der Geburtstag des Cartellverbandes der katholischen deutschen Studentenverbindungen.
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| 1863 | erste Cartellversammlung in Frankfurt
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| 1864 | Abspaltung der nichtfarbentragenden Vereine.
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| 1876 | Die Begrenzung von CV-Verbindungen auf die Universität wird aufgehoben, d.h. Ausweitung auf die technischen und tierärztlichen Hochschulen sowie Bergakademien.
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| 1888 | Die "Academia" wird von Bbr AH Wurm ins Leben gerufen.
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| 1891 | Infolge des Beschlusses des CV, an jedem Hochschulort nur eine Verbindung bestehen zu lassen (Singularitätsprinzip), schließen sich Sauerlandia/Münster und Novesia/Bonn zu einer Cartellvereinigung zusammen, dem späteren "katholischen deutschen Verband farbentragender Studentenkorporationen" (KDV), auch kleiner CV genannt. Beitritt weiterer Korporationen.
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| 1899 | Das Singularitätsprinzip wird abgeschafft.
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| 1900 | Beginn des sogenannten "akademischen Kulturkampfes" um die Existenzberechtigung der katholischen Korporationen in Deutschland und Österreich.
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| 1907 | Mit der Selbstauflösung des Verbandes deutscher Hochschulen findet der akademische Kulturkampf ein Ende, das nicht zuletzt auf das Ansteigen der Anzahl, der Mitgliederzahl und der inneren Festigkeit der bekämpften Korporationen zurückzuführen ist.
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| 1911 | Aufgehen der 8 KDV-Verbindungen in den CV.
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| 1912 | Etablieren des "weißen Rings" aus Protest gegen die Einführung des DUZ-Comments im CV.
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| 1920 | In dem "Erlanger Verbändeabkommen" (EVA) wird die Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit der schlagenden und nichtschlagenden Korporierten anerkannt und gegenseitiger Respekt vereinbart.
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| 1932 | Der CV bezieht auf seiner 61. Cartellversammlung in München eindeutig gegen den Nationalsozialismus Stellung und bezeichnet die Zugehörigkeit zur NSDAP mit der Zugehörigkeit zum CV als unvereinbar, womit ihm die Gegnerschaft des Nationalsozialismus von vornherein gewiß ist.
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| 1933 | Der CV wird nach dem Führerprinzip umstrukturiert.
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| 1934 | Umbildung der Verbindungshäuser in Kameradschaftshäuser - Abschaffung des Katholizitätsprinzip ("Aufhebung der konfessionellen Begrenzung) - 62. C.V. in Münster: Neuer Verbandsführer, Verpflichtung der Verbindungs - führer auf Staat und Führer.
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| 1935 | Gründung der "Gemeinschaft Studentischer Verbände" (GStV) zur Aufrechterhaltung der Korporationen, Selbstauflösung nach Ausschluß der DB und des DSCV. Selbstauflösung des aktiven CV auf der 63. C.V. in Würzburg, um die Gegnerschaft zum NS-Studentenbund, dem neuen alleinigen Träger der studentischen Erziehung, zu vermeiden, und um die studierenden Mitglieder nicht in die Zwangslage zu bringen, ihr Studium nicht fortführen zu können. Der Altherrenbund bleibt bestehen, die Verbindungsführer sind sich selbst überlassen. Anordnung des Reichsstudentenbundsführers, wonach gleichzeitige Mitgliedschaft in einer studentischen Korporation für Mitglieder bzw. Anwärter des NSDStB untersagt ist.
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| 1936 | "Heß-Erlaß", wonach allen studierenden Mitgliedern der NSDAP oder einer ihrer Gliederungen die Mitgliedschaft in einer studentischen Korporation verboten wird.
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| 1938 | Alle katholischen Studenten- und Altakademikerverbände werden "zum Schutz von Volk und Staat" als staatsfeindlich aufgelöst. Damit ist u.a. der CV-Altherrenbund zerschlagen.
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| 1945 | Beginn des Wiederaufbaus des CV in Zonenverbänden, Neubegründung der aus den Ostgebieten vertriebenen Verbindungen in westdeutschen Hochschulstädten.
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| 1950 | Endgültige Wiederbegründung des CV durch den Zusammenschluß der Zonenverbände zu einem Verband auf der 64. C.V. in Mainz
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| 1958 | Fertigstellung der neuen "Verfassung des CV".
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| 1974 | Erweiterung der "Verfassung des CV" um die Verbändeabkommen mit dem ÖCV, SchStV, TCV und der Edo-Rhenania/Tokio
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| 1975 | Beitritt des CV zu dem im gleichen Jahr gegründeten "Europäischen Kartell-Verband christl. Studentenverbände" (EKV)
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| 1880: | 11 Verbindungen mit 1223 Mitgliedern |
| 1900: | 30 Verbindungen mit 4039 Mitgliedern |
| 1920: | 95 Verbindungen mit 14991 Mitgliedern |
| 1931: | 123 Verbindungen mit 26746 Mitgliedern |
| 1950: | 95 Verbindungen mit 17308 Mitgliedern |
| 1955: | 105 Verbindungen mit 24744 Mitgliedern |
| 1960: | 108 Verbindungen mit 29531 Mitgliedern |
| 1965: | 111 Verbindungen mit 33224 Mitgliedern |
| 1970: | 114 Verbindungen mit 34843 Mitgliedern |
| 1975: | 117 Verbindungen mit 33488 Mitgliedern |
| 1980: | 116 Verbindungen mit 32108 Mitgliedern |
| 1985: | 116 Verbindungen mit 31872 Mitgliedern |
| 1990: | 120 Verbindungen mit 32081 Mitgliedern |
| 1995: | 122 Verbindungen mit 31499 Mitgliedern |
| 1998: | 119 Verbindungen mit 32104 Mitgliedern; davon ca. 4700 Aktive |